Im „Rachen der Hölle“ – 50. Edition der Moab Easter Jeep Safari steigt im März 2016 in Utah, USA


Jedes Frühjahr wird die Kleinstadt Moab im US-Bundestaat Utah im Rahmen der „Moab Easter Jeep Safari“ zum Mekka für Offroad-Fans aus aller Welt. Das weltweit bedeutende Treffen wird bereits seit den 1960er Jahren vom „Red Rock 4-Wheelers Off-Road Club“ veranstaltet und findet 2016 vom 19. bis 27. März statt. In einer Gegend, in der zahlreiche Western wie zum Beispiel „Rio Grande“ gedreht wurden, gilt es zum Teil aberwitzige Strecken zu meistern. 2016 ist Jubiläumsjahr, denn das beliebte Treffen findet bereits zum 50. Mal statt, ein guter Grund für Jeep mal wieder ein Sondermodell auf den Markt zu bringen. Die Wrangler Sonderedition „Red Rock Special Edition“ ist etwas für echte Offroader, eine Homage an die Easter Jeep Safari und ihre Organisatoren, denn tatsächlich ist das Ereignis in Utah das Highlight im Kalender jedes Jeep-Enthusiasten.


2016 findet die Moab Easter Jeep Safari in einer Landschaft roter Felsen statt, unweit der spektakulärsten Nationalparks der USA. Damit ist auch in der 50. Edition echter Nervenkitzel garantiert, denn es gilt im Jeep Hindernisse zu meistern, an denen man als Fußgänger scheitern würde. So führt eine Strecke in den „Rachen der Hölle“, eine andere wird als „Gold Bar Rim“ (Goldbarrenrand) bezeichnet. Die Streckenführung ist so atemberaubend, dass es manchmal scheint, als würden alle physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt. Man hält den Atem an, riskiert als Fahrer Stoßdämpfer und eigene Gesundheit, denkt, die Achse könnte jeden Moment brechen und dann gewinnt doch wieder die schiere Schwerkraft die Oberhand und man hat wieder einmal einen Teilabschnitt geschafft, schöpft aus dem Erfolgserlebnis Kraft, tankt Selbstbewusstsein für das nächste Hindernis.


Manchmal jedoch geht es anders aus. Manchmal ächzt die Achse nicht nur unter der enormen Belastung, sondern bricht tatsächlich, manchmal endet ein strahlender Jeep als Schrotthaufen, der die Grenzen von dem Team Mensch und Maschine aufzeigt. Um den Schaden gering zu halten, um mit dem Leben davon zu kommen, wurde der sogenannte „Lion´s Back“ (Löwenrücken) inzwischen für jeglichen Verkehr auch im Rahmen der Moab Easter Jeep Safari gesperrt. Nur allzu oft haben Offroader an dieser Stelle Kopf und Kragen riskiert und beides verloren.


Inzwischen sind die einzelnen Streckenabschnitte ähnlich wie Skipisten klassifiziert. Da steht der „Circle“ quasi für einen „Anfängerhügel“, da bedeutet „Square“ so etwas wie „Mittelmaß“, während „Diamond“ mit einer „Schwarzen Piste“ gleichzusetzen ist, also echtes Können erfordert. Können, das der Jeep Wrangler Red Rock Special Edition erst noch beweisen muss, doch die Chancen stehen nicht schlecht.


Das Fahrzeug wurde auf Basis des Jeep Wrangler Unlimited Rubicon gefertigt und besitzt Features, welche die Offroad-Eigenschaften noch einmal deutlich verbessern sollen. Hierzu gehören hochleistungsfähige Vorder- und Hinterachsen, welche zusätzlich verstärkt wurden, ein zweistufiges Offroad-Verteilergetriebe mit einem Gelände-Untersetzungsverhältnis von 4,0:1 sowie elektrisch zuschaltbare Differenzialsperren an Vorder- und Hinterachse. ABS und ESP sind selbstverständlich vorhanden, Leichtmetallräder in 17-Zoll Größe ebenfalls. Der 3,8-Liter V6-Motor leistet stolze 153 kW/ 208 PS und erreicht ein maximales Drehmoment von 325 Nm. Innen wurde die Special Edition höchst komfortabel gestaltet. Ledersitze mit silbernen Nähten sorgen für ein edles Erscheinungsbild und den nötigen Komfort auch auf schwierigsten Offroad-Strecken. Darüber hinaus besitzt das Fahrzeug einige zusätzliche Ausstattungsmerkmale, die sonst nur gegen Aufpreis zu haben sind, darunter zum Beispiel eine Seilwinde.


Wer 2016 bei der Moab Easter Jeep Safari in Utah dabei sein möchte kann sich ab Anfang des Jahres unter http://www.rr4w.com/site-registration.cfm anmelden. Vor Ort können übrigens auch Geländewagen gemietet werden, jedoch ist eine Teilnahme nur für geübte Offroader zu empfehlen. Die Reise nach Utah lohnt sich aber durchaus auch als Zuschauer, denn allein der Anblick der Fahrzeuge im Gelände ist oftmals atemberaubend, fast ein Muss für echte Offroad-Fans.