Miller - Erfolgreicher Italiener

Miller gehört zu den erfolgreichsten Reisemobilen auf dem deutschen Markt. Zu den wichtigsten Gründen für den Erfolg zählt sicherlich das günstige Preis-Leitungs-Verhältnis. Die Firma Uwe Gante Reisemobile lässt die Reisemobile nach eigenen Vorgaben in großen Stückzahlen in großen Werken in Europa fertigen. Dabei werden deutsche Qualitätsmaßstäbe zu Grunde gelegt, die von deutschen Mitarbeitern vor Ort regelmäßig kontrolliert werden. Neben den Stückzahlen sorgt vor allem der Direktvertrieb für die günstigen Preise, da die Verdienstspanne des Zwischenhandels dem Kunden zu Gute kommt. Anstatt zu Preisen jenseits 50.000,- Euro-Grenze sind die Mobile aus dem Hause Miller schon zum Preis eines Mittelklasse-PKW erhältlich. Trotzdem wird ausschließlich Markenware von Herstellern wie Truma, Dometic und Thetford verbaut.

Ein weiteres Argument für den Erfolg ist sicherlich Modellpolitik. Anstelle ständig wechselnder Modelle und Baureihen, bei denen man angeblich immer mehr Reisemobil bekommt als bei Vorgängermodell, bleibt das Modellangebot bei Miller stabil. Eine Verlässlichkeit, die der Kunde honoriert – er weiß was er bekommt. Durch diese Kontinuität  ist der Miller Toronto zum verkaufsstärksten Modell in der gesamten Trigano-Gruppe geworden. Ein Erfolg, der sich sehen lassen kann.+

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Die Van-Klasse

In der gesamten Modellpalette ist der Alaska der Kleinste im Programm. Mit einer Breite von 2,15 Metern zählt er noch in die sogenannte Van-Klasse, die schmaler ist als übliche Reisemobile. Der Vorteil: Die Fahrzeuge sind im Alltag besser nutzbar. Auch bei Städtereisen macht sich, nicht nur bei der Parkplatzsuche, die geringere Außenbreite positiv bemerkbar. Mit einer Länge von 6,75 Metern fällt der Alaska für einen Einzelbettenwagen überraschend kompakt aus. Damit verbindet er die Kastenwagen ähnlichen Außenmaße mit dem großzügigen Raumangebot eines großen Reisemobil im Inneren. Die beiden Einzelbetten im Heck können es bei einer Länge von 195 und einer Breite von 78 Zentimetern sogar mit größeren Reisemobilen aufnehmen. Alternativ lassen sich die beiden Betten zu einer großen Liegeweise verbinden.

 Die Teilintegrierten

Für Camper die nicht auf kompakte Ausmaße angewiesen sind und einen Einzelbettenwagen suchen, empfiehlt sich das Modell Toronto. Ähnlich aufgeteilt wie der Alaska, bietet der Grundriss deutlich mehr Raum und Komfort. Allein die 15 Zentimeter  zusätzliche Breite machen sich wohltuend bemerkbar. Nicht nur dass jedes Einzelbett sieben Zentimeter breiter ausfällt, es findet sich durch 20 Zentimeter mehr Länge auch Platz für eine Nasszelle mit separater Dusche. Ein echtes Komfortmerkmal großer Reisemobile.  Auch das Bett in der Sitzgruppe profitiert vom der zusätzlichen Breite, selbst große Menschen finden bei einer Bettenlänge von 2,15 m ausreichend Schlafplatz. Nicht ohne Grund ist der Miller Toronto zum verkaufsstärksten Modell in der gesamten Trigano-Gruppe geworden. Durch die zusätzliche Länge entstehen ebenfalls Platz für eine große Kühl-/Gefrier-Kombination. So kann man so bleiben selbst bei autarkem Campen die Lebensmittel frisch.

Ein echter Hingucker der Villa Virginia, der bei der Vorstellung auf dem Düsseldorfer Caravan Salon für viel Beachtung sowohl bei der Fachpresse als auch beim Politikum sorgte. Mit 7,38 Metern bietet der Teilintegrierte, bietet aber gerade Paaren sehr viel Wohnkomfort. Besonders großzügig fällt die quer eingebaute Nasszelle im Heck aus. Gerade bei etwas eingeschränkter Mobilität macht sich dieser Pluspunkt spürbar bemerkbar. Der Schlafbereich vor der Nasszelle besteht aus zwei Einzelbetten mit einem komfortablen, niedrigen Einstieg. Das Klettern über Stufen entfällt. Unter den Einzelbetten befinden sich Stauräume, die für alle Campingutensilien ausreichend Platz bieten. Der Schlaf- und Badbereich lässt sich durch eine Schiebetür vom vorderen Teil des Wohnmobils abtrennen. Ein Plus an Komfort, nicht nur für den Mittagsschlaf.

Wer nicht getrennt schlafen möchte, kann sich zwischen zwei Modellen entscheiden. Beim  Nevada wurde das Konzept eines quer eingebauten Heck konsequent weiter gedacht. Das häufigste Argument gegen das Heckbett ist, dass der hintere Schläfer das Bett nachts nicht verlassen kann ohne den vorderen Schläfer zu wecken. Beim Nevada ist das möglich. Dank eines separaten Aufstiegs am Fußende kann man auch nachts das Bett verlassen, ohne dass für den Rest der Nacht die Romantik auf der Strecke bleibt. Durch das quer eingebaute Bett hat der Nevada nicht nur eine großzügige Garage, der Platzgewinn kommt auch dem restlichen Wohnraum zu Gute.

Edler wird es beim Tennessee, mit 7,40 Metern der längste Teilintgrierte. Mit dem zentralen Queensbett im Heck und einem Querbad zwischen Wohn- und Schlafbereich bietet der Miller einen Grundriss, der sonst für die Luxusklasse der Liner typisch ist. Ein großzügiger Wohnbereich bestehend aus Seitensofa, Halbdinette und drehbaren Vordersitzen bietet Platz auch für Besuch. Alle Teilintegrierten von Miller bieten vier Schlaf- und Sitzplätze.

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Der Einstieg in die Königsklasse.

Mit dem M-Liner bietet Miller erstmals vollintegrierte Reisemobile an. Der Aufbau wird in einem modernen GfK-Sandwich gefertigt. Damit sticht der Miller sogar viele Hörpreise Mitbewerber aus. Der Werkstoff GfK bietet viele Vorteile: er ist nicht nur hagelsicher sondern lässt sich im Schadensfall auch deutlich kostengünstiger reparieren als vergleichbare Aufbauten aus Aluminium. Dadurch stufen viele Versicherer Fahrzeuge mit GfK-Aufbau in der Kaskoversicherung deutlich günstiger ein. Auch der sogenannte Alufraß gehört damit der Vergangenheit an.

Das moderne Außendesign wird im Innenraum fortgeführt. Auch wenn der M-Liner günstig ist, punktet er mit einem gut designtem Interieur. Das dunkle braune Holz gibt dem Möbelbau einen edlen Eindruck, die weiß glänzenden Schrankklappen bilden einen sehr schönen Kontrast und geben dem Innenraum einen frischen Gesamteindruck.

Zum Modellstart gibt es vom M-Liner drei verschiedene Versionen, die sich speziell an den Anforderungen des deutschen Marktes orientieren. Alle Modelle sind im vorderen Bereich bis auf Höhe der Aufbautür und Sitzbank gleich aufgebaut. Zwei drehbare Vordersitze, eine Sitzbank mit hochklappbarer Beinauflage und ein Seiten Sitz bilden den Wohnbereich. Der Ein-Säulen-Tisch kann frei hin und her geschoben werden, so dass alle Mitreisenden gemeinsam in der Sitzgruppe essen können. Über den Vordersitzen befindet sich ein 1,90 Meter langes und 1,40 Meter breites Hubbett,  das zwei Erwachsenen ausreichend Schlafplatz bietet. Eine Besonderheit ist, dass selbst im heruntergelassenen Zustand die Sitzgruppe noch teilweise genutzt werden kann. Zudem ist der Einstieg in das Bett über den Seitensitz bequem möglich, womit auf eine Leiter häufig verzichtet werden kann. Die M-Liner sind mit einer Fahrertür ausgestattet, was selbst in der Luxusklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Neben dem komfortablen Ein- und Ausstieg für den Fahrer  kann es an Mautstellen und Schranken mit Kartenleser hilfreich sein, einen direkten Ausstieg zu haben. Ab der Aufbautür, die aus dem Hause Dometic stammt, gestalten sich die Aufbauten unterschiedlich.

Die vollintegrierten Modelle

Der M-Liner 1 ist ein Einzelbettenwagen. Mit Bettenlängen von 1,97 Meter und Breiten von 85 Zentimeter fallen die Schlafstätten überdurchschnittlich aus. Auch nach dem Umbau zum riesigen Doppelbett ist der Ein- und Ausstieg über die Mitteltreppe weiterhin gewährleistet. Der Kleiderschrank befindet sich unter dem rechten Einzelbett, das für leichteren Zugang hochgeklappt werden kann. Am Fußende der Betten schließt sich den Sanitärbereich mit einer separate Dusche auf der rechten Seite und dem Toilettenraum mit Waschbecken und Schrank auf der linken Seite an. Der komplette hintere Bereich kann durch eine Schiebetür abgetrennt werden.

Der M-Liner 2 bietet einen Grundriss, der sonst fast ausschließlich bei den absoluten Luxusmobilen in der Linerklasse zu finden ist. Im Heck befindet sich ein zentrales Doppelbett in Längsrichtung links und rechts neben den Kopfenden jeweils ein geräumiger Kleiderschrank. Am Fußende gliedert sich ein komplettes Badezimmer an. Dieser komplette Bereich kann sowohl nach vorne als auch nach hinten mit Türen abgetrennt werden. Dadurch entsteht ein sehr geräumiges Bad über die gesamte Fahrzeugbreite. Auch für große Menschen findet sich so ausreichend Platz. Trotzdem bietet auch der M-Liner 2 eine großzügige Garage die bei einer Klappengröße von 115 mal 90 Zentimetern auch Fahrräder aufnimmt.

Der M-Liner 3 ist das kleinste Fahrzeug der Baureihe. Mit 6,99 Metern fällt er rund 40 Zentimeter kürzer aus. Möglich wird das durch ein quer eingebautes Bett im Heck. Im Gegensatz zu handelsüblichen Querbetten bietet der M-Liner einen breiten und komfortablen Aufstieg am Fußende des Bettes. Damit bietet der M-Liner 3 eine interessante, kompakte Alternative zu den ersten beiden Grundrissen. Toilettenraum und  Dusche sind, wie bei diesem Grundrisstyp üblich, getrennt. Selbstverständlich lässt sich auch bei diesem Modell der hintere Privatbereich vom vorderen Teil durch eine Schiebetür abtrennen.

Mehr Baureihen, mehr Vielfalt, mehr Fans

Im Verlauf der letzten Jahre hat sich die Marke gemausert. Insgesamt sind derzeit acht Modelle auf dem deutschen Markt erhältlich. Mittlerweile verfügt die Marke in Deutschland über eine große Fangemeinde. Neben einer Facebook-Gruppe namens „Miller Camper Fans“ gibt es zahlreiche Aktivitäten wie Treffen oder Reisen nach Italien, die teilweise auch von der Firma Gante organisiert werden.  

Um der gestiegenen Nachfrage auch beim Service Rechnung zu tragen, entsteht auf dem Firmengelände vom Uwe Gante im hessischen Niederelsungen demnächst ein neuer Hallenkomplex. Auf zwölf Werkstattplätzen können zukünftig in Zusammenarbeit mit der Firma Knocks Motors Reisemobile repariert und umgerüstet werden.